In unregelmäßigen Abständen sollen ‚Kurze Beiträge‘, Informationen und Kommentare hier erscheinen.
2026 Juni 2026
Nichts Neues? Leider ja, zwar neu, aber leider die alte Leier. Dazu mehr im nachfolgenden Text. Insbesondere seit 2022 gibt es in ‚Akuelles‘ Kommentare, die auf fehlende Aktivitäten der Bundesregierungen bezüglich wirksamer Maßnahmen gegen den Abwärtstrend der BRD besonderes zu Erfindungen und Neuerungen verweisen. Dabei ist es nicht nur so, dass diese Situation gesamtgesellschaftlich (also durch die Regierung) nicht wahrgenommen wird, sondern – wie jetzt erlebt – auch in deutlich kleineren Maße. Das zeigt, wie ‚tief‘ diese Problematik sitzt. Die Redaktion der Zeitschrift „die hochschule“ hatte unser Büchlein „50 Jahre Systematische Heuristik“ erst 2025 zur Kenntnis bekommen und eigentlich dankenswerter Weise um einen Beitrag darüber in ihrer Zeitschrift gebeten. Nach einigen Zögern erklärte der Admin sich bereit, bis Ende 2025 zu liefern. Wenn bis Ende Januar 2026 fertig, sollten er ins laufende Heft. Am 28.01.2026 waren 8 Seiten fertig und gingen ins Peer-Verfahren. Auf Nachfrage nach 3 Monaten was wird, gabs folgende Aussage durch die Redaktion: „Nach sorgfältiger Prüfung durch unsere Experten sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der Beitrag in seiner aktuellen Form leider nicht den Vorstellungen entspricht, die wir an eine Publikation haben. Zudem stellt der Text keine wissenschafts-geschichtliche Darstellung der behandelten Methode dar, wie sie für unsere wissenschaftlichen Anforderungen erforderlich wäre; zudem sind die Bezüge zu tagesaktuellen Themen für einen wissenschaftlichen Beitrag nicht sonderlich förderlich, sondern würden sich eher im politischen Kommentar einer Zeitschrift wiederfinden. Die Zeitschrift „die hochschule“ versteht sich allerdings nicht als Ort solcher Debatten. Eine Überarbeitung, die diesen Anforderungen gerecht wird, erschiene uns auf Grundlage des vorliegenden Manuskripts derzeit nicht realistisch. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir den Beitrag daher nicht zur Veröffentlichung annehmen können.“ Selbstverständlich kann eine Redaktion einen auch angeforderten Beitrag ablehnen, aber die Begründung ist schon etwas eigen. Meine Antwort darauf war: „Ihrer Einschätzung zu meinem Artikel „Zwischen Systematischer Heuristik und Heute – 55 Jahre. Ein Kommentar zum Buch 50 Jahre Systematische Heuristik“ – meine ich – kann ich nicht zustimmen. Den Artikel habe ich nach längerem Zögern nur auf Ihren Wunsch hin angefertigt, wobei Sie ja das dazu gehörige, bei Ihnen vorhandene Buch eigentlich kennen sollten. Was hatten Sie denn da anderes als Inhalt erwartet? Sie kritisieren, dass der Text „keine wissenschaftsgeschichtliche Darstellung der behandelten Methode“ darstellt, obwohl der erste Teil des Artikels grade die Bezüge der damaligen Zeit zu erfassen versucht, sowie weiter, dass „tagesaktuellen Themen für einen wissenschaftlichen Beitrag nicht sonderlich förderlich (seien), sondern würden sich eher im politischen Kommentar einer Zeitschrift wiederfinden. Die Zeitschrift ‚die hochschule‘ versteht sich allerdings nicht als Ort solcher Debatten.“ Diese angeblich ‘tagesaktuellen‘ Themen sind doch auch ein wesentlicher Bestandteil des Buches. Geht es doch darum, dass Deutschland durch fehlende Kreativitätsförderung, verfehlte Bildungspolitik, ungenügende Erfinderförderung u.a. an internationalem Niveau verloren hat und somit stetig den Bach runter geht; und statt dieses sehr schwierige Thema konsequent anzugehen, lieber einen letztlich untauglichen Ausweg in der Rüstung sucht. Deutschland wird also eher an den eigenen Problemen ‚untergehen/verlieren‘ als durch herbei geredete äußere Einflüsse. Wenn sowas „zart“ geschrieben wird, sollte Ihre „die hochschule“ das stark unterstützen, statt sich wegzudrücken und sich damit letztlich auch eine eigne Schuld an der vermasselten Perspektive mit zu eigen machen Denn der Titel „die hochschule“ verpflichtet nun mal und sie sieht sich doch selbst als „Ort für Debatten aller Fragen der Hochschulforschung sowie angrenzender Themen aus der Wissenschafts- und Bildungsforschung (vgl. auch dort zu 2. und 3.). ….“
Nun noch den Beitrag, damit der Leser selber einschätzen kann, um was es geht und ob die angeschriebene Themen des Beitrags eine Veröffentlichung verdient hätten.
Wir bringen den Beitrag auch deshalb, weil er unsere Meinung zu aktuellen Fragen mit kund tut.Zwischen Systematischer Heuristik und Heute – 55 Jahre
Ein Kommentar
zum Buch „50 Jahre Systematische Heuristik“ von Klaus Stanke u. Peter Koch [1] 25.01.2026
Die Zeit heute weist einige Ähnlichkeiten zu der der Entstehung und Anwendung der Systematischen Heuristik [SH] auf, die für eine Nutzung von Kreativitätstechniken dringlich raten.
Die 1960er Jahre waren in der DDR nach einer eingetretenen Stabilisierung mit einem gewissen Auf-bruch als Reaktion auf neue Herausforderungen gekennzeichnet wie: das NÖS (Neue Ökonomische System des Sozialismus), die breitere EDV-Anwendung, die auch die F/E-Prozesse [Forschung/Entwick-lungsprozesse] erreichte und dort besondere Aufmerksamkeit erhielt (Forschungsleitzentrum AUTEVO – Automatisierte Technische Vorbereitung der Produktion – beim VEB Carl Zeiss Jena angesiedelt), umfang-reiche konzeptionelle Arbeiten zur Prognose und Weiterentwicklung, Schaffung und Entwicklung von Großforschungszentren, aber auch die Anstrengungen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Wirt-schaft im internationalen Markt. Letzters ist auch heute wieder dringlich. Ein damaliger Slogan dafür war u.a. die Aussage „Überholen ohne Einzuholen“.
Diese, sowie die Situation bei der EDV-Anwendung in den F/E -Prozessen und die Prognosearbeiten waren für den wissenschaftlichen Bereich recht gravierend. Forderten sie doch deutlich höhere F/E- Ergebnisse. Das fand dort nicht überall Aufgeschlossenheit, sondern von begeisterter Mitarbeit bis zu konsequenter Ablehnung (konstruktive Arbeit sei nicht rationalisierbar!) war alles vertreten. Jedenfalls „brodelte“ es so etwas in diesen durch die wirtschaftlichen Aufgaben recht belasteten Bereichen. Und da kam mit einem Entscheid der Parteiführung 1969 die Aufgabe, dort die SH erfolgbringend einzuführen.
Sie sollte helfen, bessere F/E Ergebnisse zu erzielen, weil neue Lösungen für echte Innovationen einfach eine Voraussetzung sind, konkret z.B. neue Patente und Erfindungen, die zu weltmarktfähigen Produkten führen. Eine eigentlich einfache und klare Strategie, dem o.g. Slogan folgend, wenn auch unklar, wie das zu erreichen sei.
Im Unterschied zu heute zielten die Anstrengungen damals vor allem auf den Anfang von Innovations-prozessen – auf höhere Ergebnisse in F/E. Heute werden zwar Innovationen gefordert, also mehr davon, aber auf den Anfang, neue Erfindungen oder andere Neuerungen, scheint keine dieser Strategien als Schwerpunkt zusetzen. Dafür leider jetzt besonders auf den militärischen Bereich. Dort weiß man aber erst, ob es eine echte Innovation ist, wenn sie sich auf dem Schlachtfeld „bewährt“. Für mehr tatsäch-liche Innovationen für Wirtschaft und Gesellschaft ist eine höhere Leistung bei den Neuerungen, also Patenten und Erfindungen nötig. Da genügt es keinen falls, wenn 2025 ein leichtes Plus bei Patenten erreicht wird, aber noch immer unter dem schon damals viel zu niedrigen Stand von 2022. Ohne deutlich höhere Anstrengung bei der Förderung von F/E- Ergebnissen wird sich der eingetretene Rückstand Deutschland gegenüber führenden Ländern nicht aufholen lassen.
Dieser Schwerpunkt fehlt in der aktuellen Strategie der Bundesregierung und ist gravierend. Er wird scheinbar einfach nicht erkannt. Während – wie o.g. – damals mit immensen komplexen Anstrengungen versucht wurde aufzuholen, fehlt heute eine solche Strategie, die auch die vielen Mängel und Beein-trächtigungen der Kreativitätsnutzung angeht, von denen Heister [2], schon 2013 ausführlich berichtete. Da hat sich kaum etwas getan – mit Ausnahme der Sprungagentur in Leipzig. Aber der Rückstand z. B. bei Patenten gegenüber China ist stetig gestiegen (China schafft pro Jahr >1 Mio, Patente – jedes 2. in der Welt – bei einem aktuellen Bestand von 5 Mio. Stück, auch pro Kopf deutlich 2x mehr als Deutschland und bei rasant steigenden Zahlen. Nicht ohne Zutun: 1,6 Billionen Euro Förderung 2018 – 2020 in China. Die USA allein 2022 1 Billion Euro, Südkorea 700 Millionen Euro. Eine klare Aussage dazu von Deutschland kenne ich nicht. Es fehlt aber außer dem Geld auch eine breite Orientierung auf die konsequente Förderung von Neuerungen und F/E—Ergebnissen, evtl. sowas ähnlich, aber besseres als der Slogan von damals „Überholen ohne Einzuholen“, die heute breit mobilisieren müsste. Das wäre für ein Klima zugunsten von deutlich mehr Neuerungen einfach nötig.
Nun, auch damals half der Slogan nicht ausreichend, Allerdings zeigte die sehr konsequente Förderung in F/E-Bereich u.a. auch ihre Schattenseiten. Die Wirtschaft wurde überfordert, das Alltagsleben litt darunter, viele nicht für die Entwicklung benötigten Produkte wurden knapp, strategisch endete das in der neuen Strategie, der Orientierung auf die Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik, der Zuwendung zu den „Tausend kleinen Dingen“ und dem (zu konsequenten) Abbruch vieler auf die Zukunft gerichteter Arbeiten. Das betraf leider auch die SH nach 2jähriger Tätigkeit als eigenständige Abteilung.
Die Abteilung Heuristik wurde nach dem Modell der Kaiser-Wilhelm-Institute Anfang des 20. Jahrhundert gegründet. Einer als fähig eingeschätzter Persönlichkeit wurde eine Institution mit ausreichend Personal zur Verfügung gestellt. Dabei konnte diese Person, Prof. Johannis Müller, sich aus seinem Kreis der exter-nen Promovenden, den Arbeitskreisen des Forschungsrates u.a. geeignete Leistungsträger aussuchen, die mit >20 wissenschaftlichen Mitarbeitern und technischen Kräften kurzfristig zur Abteilung Heuristik im Januar 1970 zusammengeführt wurden. Die Abteilung arbeitet nach den Prinzipien des NÖS ökono-misch selbstständig und mit wirtschaftlicher Rechnungsführung auf Basis von Verträgen mit den Großfor-schungszentren. Ziel war, die SH in den Großforschungszentren praktisch einzuführen und gleichzeitig die Weiterentwicklung der SH zu betreiben.
Letzteres war u.a. eine erweiterte Auflage der „Programmbibliothek zur SH für Naturwissenschaftler und Ingenieure“[1, Quelle [42]]. Das ist bis zu Ende der Abteilung Januar 1972 gelungen [1,Quelle [45]]. Heu-te meine ich, die viele Arbeit zur Weiterentwicklung hat vor allen uns selbst genutzt, aber die so entstan-dene dreibändige Bibliothek hat zu einer viel tieferen Differenzierung der betroffenen Handlungen durch die bereitstellten Programme geführt, die unter Umständen zur strengeren Determinierung des kreativen Prozesses führen kann. à Weniger ist mehr! Dass die spätere Anwendung häufig auf die einfachere einbändige Ausführung zurückgriff, spricht für diese vorstehende relativ „grobe“ Aussage.
Der Schwerpunkt der Abteilung war die Arbeit in den F/E –Bereichen der vier Großforschungszentren Robotron Dresden/Karl-Marx-Stadt, Werkzeugmaschinenbau Karl-Marx-Stadt, Chemie Leuna und Erdölverarbeitung Schwedt. Dazu wurden gemeinsame Arbeitsgruppen mit Delegierten der Zentren gebildet und vor allem aktuelle Forschungsthemen gemeinsam bearbeitet. In der Regel begann die Bearbeitung mit der Präzisierung des Themas nach dem „Heuristischen Programm A2 zur Präzisierung von Aufgabenstellungen“, danach ging es der Orientierung der Programmbibliothek und der Aufgabe entsprechend mit anderen Programmen weiter.
Während der zwei Jahre bis 1972 wurde so ein sehr großes Praxisfeld bestrichen, was leider nicht mehr genügend ausgewertet werden konnte. Aus heutiger Sicht wohl das größte praktizierte Anwendungsfeld weltweit für eine komplexe Kreativitätstechnik.
Mit der o.g. neuen Strategie wurden in der DDR viele Bereiche der vorgängigen Förderung eingestellt. So auch die AMLO [Akademie für Marxistisch-Leninistische Organisationwissenschaften Berlin]. Dieser war die 1970 gegründete Abteilung Heuristik [nicht Systemtische Heuristik – das war das System zur Bearbei-tung von F/E- u.a. Aufgaben; die Abteilung hieß nur „Heuristik“ – Fehler in WIKIPEDIA] zugeordnet worden und als relativ selbstständige Außenstelle in Karl-Marx-Stadt installiert. Leider geriet sie durch diese Zu-ordnung schnell trotz offizieller Bestätigung ihres erfolgreichen Wirkens mit in die „Abwicklung“ der Orga-nisationswissenschaft. Diese war systemgemäß sehr konsequent, so wie umgekehrt vorher eine „Förde-rung“ sehr konsequent betrieben worden war, so z. B. dass das nicht einfache Thema SH sogar Gegen-stand eines DDR-weiten SED-Parteilehrjahr wurde. Das Personal verstreute sich gefördert meist in seine Herkunftsbereiche, Prof. Müller ging mit einer kleinen Gruppe an die Akademie der Wissenschaften, aller-dings mit einer veränderten Aufgabe [Informationsprozesse in F/E] – ohne die Auswertung der immensen Praxiserprobung noch durch führen zu können [1, Quelle [47]].
Die nun ehemaligen Heuristik-Mitarbeiter – ein sehr leistungsfähiger Kreis – traf sich viele Jahre (bis 2022) jährlich und einige von ihnen betrieben je nach Gegebenheiten die Förderung kreativen Arbeitens dezentral nach 1972 auch weiter. Dazu ist im Buch eine ausführliche Beschreibung solcher wichtigen Aktivitäten erfolgt.
Die SH stellt ein komplexes System von methodischen Hilfen, meist als heuristische Programme, aber auch Verhaltensweisen u. a. gedankliche Unterstützungen bei der Bearbeitung von F/E-Aufgaben u.a. dar. Die geniale Idee Prof. Müllers wurde durch das Beobachten sehr vieler F/E-Arbeiten und das Erfassen deren methodischen Vorgehens vervollkommnet. Prof. Müller konnte hierfür viele Doktoranten gewinnen, die viele solcher Analysen durchführten und so seine genialen Verallgemeinerungen stützten. Das so entworfene System ist in seiner Handhabung recht anspruchsvoll und wurde in Wochenlehrgän-gen weitergebildet, wobei das Erleben von praktischer heuristischer Anwendung bei realen Themen ein wesentlicher und aufwändiger Bestandteil war. Von der Abteilung wurde daher nicht nur in den Groß-forschungszentren durch Bearbeitung realer F/E-Themen notwendige Weiterbildung zur SH betrieben, sondern auch nahezu ständig durch externe Weiterbildungslehrgänge auf dem Bärenstein/Erzgebirge. D.h. also, ein gedrucktes Papier konnte nur einen Teil des notwendigen Wissens zur Anwendung über-mitteln. Das Erleben, wie eine praktische Anwendung erfolgte, war auch für die Abteilungsmitarbeiter – da speziell bei Prof. Müller – die notwendige Ergänzung zu den vermittelten methodischen Grundlagen. Die spätere Weiterbildung durch meist ehemalige Abteilungsmitarbeitern erfolgte in Wochenlehrgängen deshalb auch mit Bearbeitung mindestens eines realen Themas.
Hervorgehoben sei hier das Programm A2 der heuristischen Programmbibliothek. In der Regel wurde es als erstes bei einem Thema genutzt. Es kann als das leistungsfähigste Programm eingeschätzt werden und stellt ein eigenes komplexes System dar, was über die wenigen fixierten Schritte weit hinaus geht. In der praktischen Bearbeitung zeigte sich oft schon bei den ersten Stunden der Arbeit nach dem A2-Programm bedeutende Erkenntnisse. So wurde oft klar, dass die Aufgabenstellung unzureichend, sogar falsch gestellt wurde. Durch die tiefgründige Auftaktanalyse wurde das erreicht. Auch im weiteren Ablauf wurde z.T. schnell erfasst, was der Kern der Aufgabenstellung ist. Z.B. passierte es, dass in kommerziellen Weiterbildungslehrgängen mit mehreren Industriepartner bei der Bearbeitung eines realen Themas (als reales praktisches Beispiel) aus einem Betrieb, die Bearbeiter um Abbruch baten, weil die „kreative“ Substanz des Themas offensichtlich wurde. Das A2-Programm wurde durch einige wichtige Substanzbestandeile besonders wirksam [3, s.S,175 ff.]: die Schwerpunkte der tiefgründigen Klärung des Sinn und Zwecks der Aufgabenstellung (gesellschaftliches Bedürfnis), das Modell der Drei-Ebenen – Schritt- und Schichtfolgen – mit der der Aufgabe übergeordnete methodische Ebene, der Ebene der Aufgabe und der Ebene der Anwendung mit jeweils vorgängigen und nachfolgenden Schritten zur Klärung der Ausgangsgröße der Aufgabenstellung), die „Wirkpaarung“ [3,S 178] und andere. Das Bild (aus [3]) zeigt eine Übersichtsdarstellung zum System der SH.

Selbstverständlich leisteten auch andere der vielen Programme wesentliches für den Bearbeitungsfort-schritt, so das insgesamt mit Anwendung der SH bedeutende Erfolge erzielt wurden. Mit Recht wurde daher vieles der SH in die später breit eingeführten Erfinderschulen und andere Weiterbildungen zu Kreativitätstechniken übernommen.
Allerdings ein sehr wichtiges und ergiebiges Element hat die SH leider nicht erfasst, was eigentlich bei ihrer Herkunft erstaunt: die Philosophie benennt, dass Widersprüche die Triebkräfte der Entwicklung sind, und der Widerspruch als hochkreatives Element fand kein eigenes Feld in der SH. Erst Altshuller hat 1973 mit [4] die Bedeutung des Widerspruchs (also eine Sache soll ‚heiß und zu gleich kalt‘ sein, aber nicht lauwarm als Lösung haben) für das erfinderische Problemlösen in der DDR bekannt gemacht. Und so wurde ab 1973 mit [4] intensiv die Widerspruchproblematik (s. [3, Kap. 8]) in die Problem-lösungsmethoden einbezogen. Mehr zu SH als System und weiteren Nutzung s. bei [1]
Mit TRIZ (Theorie zur Lösung erfinderischer Aufgaben – russ.) nach Altshuller einerseits und den ausgebauten Systemen zur Erfinderschulen der KdT und letztlich dem „ctc“ (Trainingszentrum für wissenschaftlich-technische Kreativität“) bei der Bauakademie der DDR andererseits standen nun zwei ausgebaute Systeme zur Kreativitätsförderung zur Verfügung neben weiteren aus der Literatur bekannten Methoden. Mit der Wende wurde beides nicht zentral unterstützt weitergeführt, Herrlich benennt in [1, S,187] einen leider sehr subjektiven Grund, der neben der so fehlenden Institutio-nalisierung der Kreativitätsförderung nach der Wende einen nicht so schnell aufholbaren Rückschlag begründet.
In den letzten Jahren tritt eine immer größere Vielfalt von Kreativitätstechniken – oft einfache Ideengewinnungsmethoden – in der Literatur auf, die einer kommerziellen Interessenslage folgend letztlich oft nur eine namentliche Variante und die Illusion über ihre Möglichkeiten erzeugt, aber für ein mühevolleres Befassen mit Kreativitätsförderung wenig hilfreich sind (z.B. es müsste vorher mit einer Analyse der Aufgabenstellung begonnen werden!). Klar ist aber auch, fast jede der so kreierten (meist einfachen) Kreativitätstechniken [KT] kann einen Nutzen haben und so helfen, auch wenn es nur die x-te Variante einer anderen ist. Es geht nicht darum, solche Anwendung zu verteufeln, sondern froh zu sein, dass überhaupt KT angewendet werden und zu erkennen, dass mehr möglich und nötig ist und gleichzeitig zu verhindern, dass sich quasi mit solchen Anwendungen eine Alibifunktion zu echter Kreativitätsförderung etabliert (nach [5]).
Ebenso kann als Anlass für Kritik an KT die zunehmende „Vervollkommnung“ von schon komplexen KT gelten, die zu immer umfangreicheren und determinierten Vorschriftenfolgen/Fragestellungen/Schritten führen, die den Benutzer als Souverän nicht nur beeinträchtigen können, sondern auch in ausufernden Hinweisen nicht zum Kern/Widerspruch führen. Die in [5] erfolgte Auseinandersetzung führte zu der durchaus fragwürdigen Effektivitätseinschätzung von gut moderierten komplexen Anwendungen von Kreativitätstechniken mit der Aussage von ca. 20 … 60 % Leistungszuwachs, aber sicher zu der Notwendigkeit mehr diese Anwendungsart zu nutzen, also mehr für die Nutzung anspruchsvoller Kreativitätstechniken und für ihre Förderung zu tun. Diese potentielle Leistungssteigerung darf angesichts der eingetretenen Situation von immer mehr negativen Entwicklungen im Lande nicht mehr in so breitem Maße ungenutzt bleiben.
In diesem Sinne einen Versuch, die Kreativitätstechniken schon unter Schülern zu verbreitern, hat [1, S.177] dazu ein MINT-Gymnasium gewählt. 2025 schreibt er dazu: “Die Unterstützung der Schulleiterin hatte ich. Bei dieser Zusammenarbeit wurde aber auch schnell klar, dass das Lehrpersonal unbedingt mit diesen Techniken vertraut sein muss, um diese in den so schon straffen Lehrplan effektiv einbauen zu können. Durch die Auflösung unseres Vereins endete auch die Zusammenarbeit mit dem MINT-Gymnasium. Übrig geblieben ist die Feststellung, dass die Förderung von Kreativität mit dem Ziel erfinderisch tätig zu sein, unbedingt bereits bei der Ausbildung des Lehrpersonals beginnen muss“. Daran zeigt sich, dass für eine breite Kreativitätsförderung mit klarem Effekt für eine deutliche Leistungssteigerung viel zu tun wäre, nicht nur deutlich mehr Geld, sondern eine konzertierte Aktion über längere Zeit beginnend schon bei der Ausbildung.
Es müsste – wie ein Bundespräsident ‘mal formulierte – ein „Ruck“ durch die Gesellschaft als Auftakt einer konzertierten Aktion gehen. Dazu müsste z. B. neben der breiten dezentralen Anwendung in der Industrie durch die Bundesregierung vieles angeschoben werden. Eine zentrale Stelle sollte es koordinieren mit „Innovationsbeauftragten“ in allen Ministerien auch eine Reform der Patentgesetz-gebung (vgl. DABEI-Forderungen), Vereinfachung und Kostensenkung bei Erfindern und Neuerungen, Einrichtungen der Ausbildung zu Kreativitätstechniken u. ä an Hochschulen, Intensivierung von Jugend forscht Ochschiueln u.ä.m. Das könnte so weit gehen, wie der Vorschlag 2025 einer ehem. Seminargruppe der TU Dresden, die sich seit 1964 jährlich trifft, und ihre Sorgen betreff Kreativitätsförderung in einem Offenen Bref an je ein sächsisches und Bundesministerium u.a. Personen adressierte: „Einrichtung eines Förderinstituts für das Erreichen der Hochschulreife für MINT-Fachrichtungen für Kinder aus nicht-akademischen Elternhäusern samt nachfolgender Stipendienunterstützung bei positiven Resultaten im Studium“ (s. dazu auch in [5]). Aus ihrer eigenen DDR-Erfahrung sind nur so (ABF) 25% von ihnen zum Studium gelangt (Der Brief blieb ohne Antwort der staatl. Stellen.).Aber mehr MINT-Absolventen werden gebraucht werden werden.
Viele Einrichtungen und Personen (außerhalb des kommerziellen Bereichs) haben sich in den vergan-genen Jahren und heute um die Kreativität bemüht. Die Deutsche Aktionsgemeinschaft Bildung-Erfindung-Innovation DABEI e.V., die Deutschen Gesellschaft für Kreativität e. V., die KIT-Initiative Deutschland e.V. und weiter seien beispielhaft genannt: iENA: Internationale Fachmesse „Ideen-Erfindungen-Neuheiten“ in Nürnberg, Hans Sauer Stiftung Deisenhofen u.a,m. Aber all das und vieles andere hier nicht benannt ehrenamtliche ist hochanzuerkennen, aber praktisch hat sich leider kaum was zum Besseren verändert, hält die Quantität der Erfindungen, Neuerungen mit den international führenden Volkswirtschaften nicht mit und an den von Heister [2] sehr kritisierten Zustand einer „Erfinderfeindlichkeit“ in Wirtschaft und Politik scheint sich nichts Grundlegendes verändert zu haben. Das könnte auch für das Papier der Bundesregierung „Verantwortung für Deutschland“ gelten.
Nun, Vorhaben stehen genügend drin. Aber schlimm ist – wie bei der Vorregierung: „Innovation“ gibt es sehr häufig in dem Papier; aber nicht ein einziges Mal Erfinder oder Erfinderinnen. Was sind das dann für Innovationen (in Wirtschaft und Technik) ohne Erfindungen, die doch erst das Salz in der Suppe sind.
Also hier macht die Bundesregierung weiter wie die vorherige. China würdigt seine Erfinder z.B. durch staatliche Ziele für sie; Deutschland vergisst sie (zu fördern) .
Zurück zur SH. Sie war mal staatliche Zielstellung zur Förderung leistungsfähiger F/E-Ergebnisse. Nach dem Abbruch ihrer Institutionalierungsbasis als zentrale hauptamtliche Förderquelle wurde das Gedankengut dezentral durch Informationsträger weiterverbreitet und hat so mit anderen ähnlichen Entwicklungen zu einer neuen Qualität der Förderung der Erfindertätigkeit in der DDR mit den KdT-Erfinderschulen und dem ctc der Bauakademie geführt. Mit der Wende sind diese erfolgreichen Einrichtungen auch letztlich wieder abgebrochen bzw, geschlossen worden. Zwar gibt es z.B. mit „Jugend forscht“ noch zentrale Aktivitäten. Allerdinge angesichts des deutlich spürbaren Abwärtstrends ist das keinesfalls ausreichend. Es muss deutlich mehr erfolgen (s.o.) und das Bemühen um mehr Anwendung von leistungsfähigen Kreativitätstechniken ist einfach notwendig und die Praxis lehrt, es muss staatlich gefördert werden. Da kann das ansonsten kaum kreativitätswirksame Brainstorming vielleicht bei der Auflistung der nötigen Vielfalt helfen, weil da hier mal hohe Quantität von Vorschlägen/Ideen eine neue Qualität ergeben könnte.
Literatur:
[1] Stanke, K.; Koch, P.: „50 Jahre Systematische Heuristik“ LIFIS Berlin 2021
[2] Heister, M.: Bildung Erfindung Innovation. Band 2. Verlag Iduso, Bonn 2013
[3] Stanke. K.: Handlungsorientierte Kreativitätstechniken. Für Junge Einsteiger und Profis. Trafo-Verlag, Berlin 2011
[4] Altshuller, G. S.: Erfinden – (k)eln Problem. Berlin: Verlag Tribüne, 1973
[5] Stanke, K.: Möglichkeiten und Grenzen von Kreativitätsgrenzen. In www.kreativität4punkt0.de
Prof. Dr. rer. oec. habil. Klaus Stanke
Jan 2025
Aus www.kreativität-techniken.de kopiert: Die Kollegen der ehemaligen Abteilung Heuristik treffen sich anlässlich des 55. Jahrestages der Gründung der Abteilung zu Ihrer Abschlussveranstaltung am 17. April 2025 im Gründungsort Chemnitz damals Karl-Marx-stadt.
weiter 2025
Das Alte Jahr ist um, war nicht zu sehr nützlich (s.u.); hoffen wir auf das Neue 2025. Auch wenn die Zeichen nicht auf tollen Aufbruch stehen, als unerschütterliche Optimisten sind wir dem Guten aufgeschlossen und lassen uns überraschen ….
2024
Schon wieder in die gleiche Kerbe hauen. ist eigentlich unfein, aber wenn’s das Wichtigste scheinbar für Kreativität ist, was zur Zeit zu Aktuellen zu nennen ist, dann eben! Also los.
Leise stirbt die BRD …“ Oktober 2024
Mit Ihrem Song „Leise stirbt die BRD …“ hat das Duo „Aliensbestfriend“ (LEISE STIRBT DIE BRD – Intermezzo des Tages #34 – Alien’s Best Friend – Satire (youtube.com)) eine erstaunlich treffend kurze, musikalische Gesamteinschätzung der Lage in Deutschland geschaffen. Das war im Dezember 2022, als der satirische Song erschien.
In der danach vergangenen Zeit haben immer mehr Politiker, Unternehmen, Parteien einen abnehmenden Trend für Deutschland bestätigt, der mehr ist als eine Krise. Volkswagen steht dafür ebenso wie viele Aussagen der Opposition, ja selbst die Regierung ruft zu einem Kampf gegen den Wirtschaftsrückgang auf. Was oben und damals noch Satire war, ist jetzt offensichtlich so bedrohend geworden, dass selbst diese schwache Regierung Befürchtungen hat. Mit Recht offensichtlich. Immer mehr Menschen begreifen es auch im Land.
Aber das Problem liegt tief. Wenn die Schüler – wohlwollend unterstützt von Regierungsparteien –Schulstreik (Friday for future) als akzeptabel empfinden, kriminelle Klimakleber für ihren Wahn Verbrechen begehen und von den Medien und Anderen toleriert werden u.a. m., zeigt dass, das Grundwerte der Gesellschaft verloren gegangen sind für eine Ideologie, die selbst die Bildung opfert, das Zusammenleben beeinträchtig, irrsinnige Geldmengen für irrwitzige Ziele verschwendet usw., im Glauben, sie könne gegen die Sonne gewinnen. Ich persönlich bin froh, dass die letzte Eiszeit mit über mir 120 m Eis seit 12 000 Jahren vorbei ist und das mehr an CO2 die Erde grüner werden lässt. ‚Klimaleugner‘ würde ich beschimpft werden. Nein, ich bezweifle nicht, das Klima sich ändert, aber ob es ‚Menschgemacht‘ ist schon. Die Sonne strahlt ununterbrochen das ca. 13 000-fache aller menschlicher Energieerzeugung ununterbrochen auf die Erde. Wer glaubt, dagegen was tun zu können, will Gott spielen oder denkt, aufs Fleisch zu verzichten, helfe.
Das alles würde gar nicht so schlimm sein, einfach eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, wenn nicht die entscheidenden Potentiale dabei verbraucht bzw. anders eingesetzt werden würden, als objektiv nötig. Die Missachtung der Bildung z.B. ist einfach ein Schurkenstreich, der den jungen Menschen suggeriert, es muss nicht bis zur letzten Anstrengung gehen, Bildung sei auch nur ein Zeitvertreib und andere machen es eben anders. …
Und damit nach der langen Einleitung zum Thema: technischer Fortschritt, konkret an Patenten gemessen. Und dabei zeigt sich, das ist nicht nur ein technisches Problem, sondern ein Gradmesser für die Leistung einer modernen Gesellschaft. Nun die Fakten dazu.
Die VR China – witziger Weise oft bei uns noch des geistigen Diebstahls verdächtigt – hat die 4 Millionen Marke an eigenen Patenen überschritten und hat 2023 10,8 hochwertige Patente /10.000 Einwohner zur Anmeldung gebracht.
Deutschland hat 2023 38 000 eigene Patente zur Anmeldung gebracht, das sind pro Kopf 4,6/10.000 Einwohner. Dabei ist das sogar ein kleiner Anstieg zu den Vorjahren, ohne die beste Zahl des Jahres 2019 mit 46,6 T Anmeldungen wieder zu erreichen.
Was aber bei den Berichten tragisch auffällt, ist nicht nur der riesige Abstand, der sich mit modernster Technik auch praktisch immer deutlicher zeigt, und der z. B. mit Strafzöllen bei E-Autos den Rückstand Deutschland verschleiern soll, sondern dass die chinesische Regierung für 2025 eine Planvorgabe von 12 hochwertigen Patenten pro 10.00 Einwohner im Auge hat. Nun ja, dort herrsche ja Planwirtschaft! Nein, das ist nicht das Problem allein. Die Patentsituation wird dort staatlich gemanagt, findet gesellschaftliche Aufmerksamkeit, Anerkennung. Das wünschte sich so mancher schwer gegen Missachtung, Voreingenom- menheit , Neid u.a.m. kämpfender deutscher Erfinder. Das ist auch ein gigantischer Unterschied zu der Schulschwänzer-Ideologie in Deutschland. Klar, dass die Resultate so sind und dabei ist China erst seit ca. 20 Jahren im Patentwesen ernsthaft tätig mit enormen Steigerungsraten und die gehen (planmäßig!) weiter.
Im Gegensatz dazu bei uns: im Koalitionspapier der aktuellen Regierung „FORTSCHRITT WAGEN, BÜNDNIS FÜR FREIHEIT, GERECHTIGKEIT UND NACHHALTIGKEIT“ von 2020 findet man weder „Erfinden noch Erfinder und Erfindung“, die gibt es nicht mal als Begriff in den ca. 180 Seiten starken Papier. Nun – siehe eingangs benannten Song!
Admin
Noch zu 2024
ist die 2. überarbeitet Auflage erschienen des Buches der Kollegen Erik Busch, Klaus Henning Busch, Volker Heyse und Kai Nobach bei SpringerGabler ISBN 978 3 658 45475 3
„Methodik der Innovation Grundrechenarten des kreativen Problemlösens“
Zur 1. Auflage habe ich eine Rezension – da die Homepage Problemlösendekreativität noch gestört ist- bei www.kreativitaet-techniken.de ins Netz gestellt. In absehbarer Zeit wird auch zur 2. Auflage hier ewine Rezension erscheienen.
2023
18.05.2023 Patentanmeldung 2022 – nicht zum Lachen!?
Was ist heute wichtig?
Na zweifellos das Gendern, das konkrete Äußern im Sinne des Mainstream, auch Vetternwirtschaft?
Dann darf man nicht ohne weiteres gegen Waffenlieferungen sein und sagen, dass diese jeden Krieg verlängern würden. Auch wenn alle einig sind, jeder Krieg sei negativ,- wirklich? Na und dann das Klima, da würden 97 % aller Wissenschaftler einer Meinung sein. Lassen wir‘s damit; es reichte einer, der sagte, alles falsch, die Erde ist rund.
Wenn aber festgestellt wird von dpa (nach DPMA), die Anzahl der einheimischen Patentanmeldungen ist im vergangenen Jahr (2022) um 6,6 % auf 37 194 Stück zurück gegangen im Industrieland Deutschland, gibt es keinen Aufschrei. Die ausländischen Patentanmeldungen in Deutschland sind ja dafür um 6,8 % auf 20 020 gestiegen, dabei vor allem aus USA, Japan Südkorea und China.
Anzahl einheimischer Patente rückläufig.
Nun, Erfindungen sind meist mit Patenten geschützt, weil die Erfindung i. d. R. eine deutlich effektivere (oft raffiniert einfache Lösung eines Problems) ermöglicht. Damit können Patente auch als Ausdruck eines besonderen technischen Fortschritts mit hoher Effizienz betrachtet werden – oder gar als Ausdruck der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft auf wichtigen Gebieten. Aber mit Erfinden hat die Bundesregierung nichts im Sinn. Oben steht einiges, was ihr viel wichtiger ist. Und so passt diese Rückläufigkeit zur zurückgehenden Leseleistung unserer Schüler oder zu „Friday for future“ Aber gerade bei der Lieblingsbeschäftigung der Regierung mit dem Klima, hörte jetzt auch mal tatsächlich sachliche und begründbare Töne, es müsste auch um Klimaanpassung gehen. Tatsächlich? Wir wollen nicht mehr das Klima selbst machen? Na dann könnten vielleicht mehr Patente doch was helfen. Dann müssten die Aktivisten statt ankleben ernsthaft nachdenken, können die das? KS 05/23
2022
Besorge das Buch “ Handlungsorientierte Kreativitätstechniken“
in Trafo Verlag noch erhältlich.
Jetzt hochaktuell oder besser: ? denn die sonst noch immer gute Innovationsfähigkeit Deutschlands geht fleißig zurück, die Patentanzahl sinkt, die Bildung … – sprechen wir nicht drüber, … oder doch: Ist sie für die Herrschenden bloß Spielmasse für Schulschließungen (siehe Carona)? Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung gibt es auch den Begriff „Erfinden“ oder Erfinder gar nicht!? ….

Und mein Buch – gut , das ist Werbung; allerdings ohne das ich daran verdiene – bietet noch immer einen einfachen und – wie die Gutachter sagen – gut gestalteten Einstieg in die Kreativitätsförderung mit Kreativitätstechniken – von ganz einfachen bis zu recht anspruchsvollen, aber so, dass man gut damit beginnen oder es als Nachschlagewerk (Handbuch) auch bei Erfahreren Nutzen kann.
Da es aus sehr praktischer Sicht geschrieben ist, ist schon der gebotenen Überblick ein echter Gewinn. Der Autor musste nicht eine von ihm geliebte oder erfundene Methode so in den Vordergrund schieben, dass es nichts anderes mehr gab, sondern nutzte das Viele in über vier Jahrzehnten selbst erlebte.
Sie finden auf der Homepage www.kreativität-techniken.de Vieles zu diesem Buch als Information für Ihren Entschluss zum Erwerb.
Juni 2022: Der Ort für den unten angekündigten Workshop ist festgelegt: 04107 Leipzig Wächterstr. 20. Termin – wie u. – 13. -15.01. 2023.
Fällt aus gesundheitlichen Gründen aus. 07.01. 2023
Teilnahmemeldungen bitte an Prof. Gräbe per Email: graebe@infai.org
Workshop „Systematische Innovationsmethoden“ in der DDR im Januar 2023
Mai 2020: Mit der Anwendung und Entwicklung „Systematischer Innovationsmethoden“ bereits Ende der 1960er Jahre in der DDR wurde breit Neuland betreten. Leider wurde das ab 1972 nicht konsequent flächendeckend fortgeführt, aber viele Einzelaktivitäten und dann die Erfinderschulen, haben dafür gestanden, dass immer Kreativitätstechniken in der Praxis und auch in der Lehre sich in Anwendung befanden, bis auch nach der Wende ab 1990 die Erfinderschulen aus der systematischen Anwendung verschwanden und nur noch kommerielle Einzelaktivitäten zur Anwendung kamen. Trotzdem ist ein immenser Erfahrungsschatz zur Anwendung „Systematischer Innovationsmethoden“ entstanden und harrt einer Verallgemeinerung zu einer evtl. Unterstützung der heutigen Anwendung von den verschiedensten Kreativitätstechniken.
Ein Workshop des Neuen Rohrbacher Kreises zum Thema: „Systematische Innovationsmethodiken“ in der DDR will sich mit dieser Thematik befassen. Vorgesehen sind jetzt 13.-14. Januar 2023 (Fr. nachmittags bis Sonnabend 18 Uhr) und als Ort: Leipzig Villa Tillmann Wächterstr.
Organisiert wird das von der Arbeitsgruppe „Systematische Innovationsmethodiken“ am InfAI (Institut für Angewandte Informatik) der Universität Leipzig, und der Arbeitsgruppe „Systematische Innovationsmethodiken und TRIZ“ am LIFIS (Leibnitzinstitut für Interdisziplinäre Studien), Berlin.
„In der Tradition solcher Workshops wollen wir uns mit diesem Erbe genauer beschäftigen und neben der Diskussion der in den letzten Jahren zusammengetragenen Materialien auch noch lebende Zeitzeugen jener Entwicklungen treffen und zu Wort kommen lassen.
Mit unserem Workshopformat wollen wir neben informativen Beiträgen vor allem der Diskussion genügend Raum geben. Aktuell sind vier Sessions geplant, mit jeweils einem, maximal zwei Impulsbeiträgen, die in der Diskussion durch weitere Beiträge in einem Umfang ergänzt werden können, der das Oberziel der Diskursivität nicht gefährdet.
Die Arbeitssprache des Workshops ist Deutsch.“ [siehe Link unten]
| Vorläufiges Programm |
Freitag
- nachmittags: Anreise
- abends: Einführung in die Thematik (Gräbe). Diskussion
- Samstag
- vormittags: Session zur Systematischen Heuristik
- nachmittags: Session zu den Erfinderschulen
- 18 Uhr Abreise
Die alkuellen und offiziellen Infos bitte bei http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?HansGertGraebe/RohrbacherKreis/SIM-2022 nachlesen. Dort sind auch Interessensbekundungen verzeichnet. Bitte dort registrieren.
Patente in Deutschland
April 2022:
| Die schlimme Aussage vom Feb. 2022 (unten) wäre keine solche, wenn sie ein Ausrutscher wäre. Aber die jetzige Situation mit irrsinnigen Rüstungslasten (mehr als 2% der BIP plus 100 Mdr. € zusätzlich – noch alles ohne Ukraine-Kosten) plus steigende Sozialausgaben z. B. für Kompensation von aberwitzigen Energiekosten – die ein Teil der Koalition schon früher wollte (5 DM/ l)! – und Inflation – das alles nach Carona – lassen befürchten, dass seitens der Regierung weder Geld noch Wille da sind, bei Patenten und Innovationen (außer Energie vielleicht) eine Initiative zu ergreifen oder anderes dort zur Entwicklung zu tun. Für die Welt wird positiv bleiben: China arbeitet weiter! Februar 2020: Die Anzahl der Patentanmeldungen ging deutschlandweit 2021 um ca. 3.500 auf 58.600 zurück. Hauptgrund könnte Corona sein. Siehe dazu auch Beitrag „New vom August 2019“ bei www.problemlösendekreativität.de /New. |
Dezember 2021:
Die neue Bundesregierung und die Erfinder
4. Quartal 2021: Carona und die neue Bundesregierung haben die letzten Monate des Jahres 2021 geprägt. Beides offensichtlich nicht zum Besten, wie das Koalitionspapier
„FORTSCHRITT WAGEN, BÜNDNIS FÜR FREIHEIT, GERECHTIGKEIT UND NACHHALTIGKEIT“ verrät.
Meine einseitige (natürlich!) Recherche zu Erfinden und Kreativität zeigt ernüchternde Ergebnisse:
Weder „Erfinden noch Erfinder und Erfindung “ gibt es nicht mal als Begriff in den ca. 180 Seiten starken Papier. Allerdings wird viel an Förderung versprochen und F/E soll mit 3,5 % des BIP (+; deutlich mehr als für das NATO-Kriegsspielen ausgegeben werden soll!) geför-dert werden.
Das die geforderten Innovationen auch Kreativität, eine dies bezüglich verbesserte Basis dringend angesichts des deutlichen Rückstandes bei der Patenthäufigkeit und -ergibigkeit z. B. gegen über China u.a. benötigen, kommt offensichtlich wie künftig der Strom „aus der Stechdose“? (wem eine technische Ausbildung fehle!) .
Auch Kreativität bzw. kreativ kommt als Begriff kaum vor: ist so nicht ganz richtig, denn allein als kritische Situation der künstlerisch-kreativen Welt in der Carona-krise wird es 7 x erwähnt (die kreativen Künstler sollen richtiger Weise gefördert und vor dem Untergang (!) geschützt werden) und einmal als „Kreativlabor“ in den Schulen. Ob da auch die an sich richtige Förderung des Künstlerisch-kreativen gemeint ist, ist mir unklar, aber was ist mit der lebenswichtigen Kreativität in den nicht künstlerischen Bereichen, die für die Existenz der Gesellschaft grundlegend ist. Das Erfindungswesen überhaupt? Von problemlösender Kreativität gar nicht zu reden.
Ach, das wird schon irgend wie? In Deutschland haben wir kleiner als 100 000 angemeldet Patent pro Jahr plus aus dem Ausland. Die Chinesen allein machen schon seit Jahren mehr als 1 Mio./a. Viel mehr als USA, Japan u.a. zusammen und pro Kopf ca. 2x > als Deutschland. Und gute!
Aber Kreativität zu fordern und zu fordern, ist nicht unser Ding in diesem Papier. Wir wagen „Fortschritt“ beim Atom- und Kohleausstieg und wundern uns über andere, die das anders sehen. Und beide würden den von diesen Strategen befürchteten Weltuntergang auch nicht aufhalten.
Wenden wir uns wieder unseren Aufgaben mit nimmermüdem Optimismus zu.
Ich, der Admin, meine, einige der richtigen Ziele fehlen. Nach dem Papier könnte das Land zwar grün werden, aber dass sollten wir nicht als den für Deutschland nötigen Fortschritt werten.
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21.05.25: Einen Auszug aus der Statistik der Web-Seiten-Besuche
| Gesamtüberblick für 1. bis 25.Mai 2021 | Summe |
| hits (alle Requests) | 7180 | 100% |
| Files | 5284 | 73 % |
| Pageviews | 2936 | 40 % |
| KBytes sent | 201002 | 100% |
| Spitzenwerte 1. bis 25. Mai 2021 | Maximum | Durchschnitt |
| Hits / Tag | 1492 am 16.05.2021 | 299 |
| Gesendete Files / Tag | 1140 am 16.05.2021 | 220 |
| Pageviews / Tag | 505 am 16.05.2021 | 122 |
| Sessions / Tag | 104 am 18.05.2021 | 56 |
| KBytes sent / Tag | 49873 am 16.05.2021 | 8375 |
Neu erschienen Im Juli 2021!

Das Buch befasst sich mit der Zeit von 1969 -1972, als die Heuristik hauptamtlich existierete , und den nachfolgenden 50 Jahren, in denen durch vielfältige Ansätze versucht wurde, der Kreativität im Forschungs- und Entwicklungsbereich voran zu helfen, ohne eine echte dauerhafte hauptamtliche Institution zu haben.
Vielfältige Wege wurden gegangen und auch hier beschrieben, so die bekannten Erfinderschulen, das „ctc“, die Begabtenförderung u. a..
Wichtig ist, das aus den Jahrzehnte langen Erfahrungen mit der Kreativitätsproblematik einige Schlussfolgerungen in einem Extrakapitel abgeleitet wurden, die zur Diskussion stehen und für die gesamte Branchen Orientierung geben können.
Aus dem Buch:
Klaus Stanke, Peter Koch
50 Jahre Systematische Heuristik
Rohrbacher Manuskripte. Heft 23
LIFIS – Leibniz-Institut für Interdisziplinäre Studien https://leibniz-institut.de
Inhaltsverzeichnis:
Zum Geleit 7
Vorwort 11
Komplex 1: Zielsetzung, Gegenstand, Grundlagen und Inhalt der Systematischen
Heuristik (Koch) 15
Komplex 2: Die Institutionalisierung der SystematischenHeuristik, ihre Nachfolge-
prozesse und gewonnene Erfahrungen (Stanke) 89
Komplex 3: Sammlung von Aussagen von Zeitzeugen zur Systematischen Heuristik 151
Komplex 4: Denkanstöße – 50 Jahre nach Gründung der Abteilung Heuristik 189
Index 215
Literatur 219
Der Komplex 4 „Denkanstöße“ soll mit seiner Komplex-Gliederung noch vorgestellt werden:
1. Zum Schaffen einer ”Agentur f ̈ur Sprunginnovationen“
2. Zu Zahl und Umfang der Kreativitätstechniken (KT) –”weniger ist mehr“
3. Kreativität und Computereinsatz
4.’Verinnerlichen’ von KT oder das Handling und Manövrieren bei ihrer Anwendung
5.”Alternativlos“ ist destruktiv
6. Schon im Physikunterricht der Schule die Widerspruchsproblematik erklären
7. Genialität und methodisch-systematisches Arbeiten
8. Die kreative Lösungsfindung kann in mehreren Richtungen notwendig sein
9. Hindernisse für Kreativität und Innovation.



